HiCAD 2019 - Service Pack 2

Das zweite Service Pack zu HiCAD 2019 ist da - mit zahlreichen Funktionserweiterungen und neuen Funktionen. Ein Schwerpunkt der Weiterentwicklung waren weitere Performancesteigerungen, mehr Übersichtlichkeit bei der Konstruktion, die Steigerung der Benutzerfreundlichkeit - insbesondere beim Einsatz des HCM - sowie der Ausbau der Funktionalität für Fassaden. Ein Highlight in SP2 ist das Umkanten mit Fräskantzonen in der Blechbearbeitung. Beispielsweise werden Verbundbleche, wie z.B. ALUCOBOND©, mittels Fräskanttechnik verformt und die dabei entstehenden Biegezonen weichen von den zylindrischen Biegezonen geometrisch ab. Ebenfalls neu ist der Dialogeditor für Verlegeelemente, mit dem sich auch die Dialoge der Elementverlegung kundenspezifisch anpassen lassen und der in den kommenden Versionen zu einem allgemeinen Editor für andere Bereiche ausgebaut werden soll.

Weitere Highlights sind die Erweiterungen für Kreuzverbände, das Teilen von Handläufen von Geländern, gebogene Geländer oder der Einbau von Wandhaltern für Unterkonstruktionen sowie die Verlegung von Eternit-Platten. Hervorzuheben ist außerdem das Redesign der automatischen Belegung von Leitkantenzügen im Anlagenbau.

Die Highlights im Überblick:
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Allgemeines
  • Performanceverbesserungen
    • Konstruktionswechsel / Zwischensicherung
      Der Wechsel zwischen großen Konstruktionen mit HCM-Modellen über das Andockfenster Konstruktionswechsel ist in HiCAD 2019 SP2 deutlich beschleunigt worden. Dies gilt auch für die automatische Zwischensicherung.
    • Wartezeit nach dem Drehen
      Die Wartezeit nach dem Drehen einer schattierten Ansicht konnte verkürzt werden. In verschiedenen Tests wurde eine Performancesteigerung von ca. 25% erreicht.
    • Aktivieren von Teilen
      Das Aktivieren von Teilen in sehr großen Konstruktionen ist beschleunigt worden.
    • Konstruktionen mit vielen Texten
      Konstruktionen enthalten in der Regel auch viele Texte. Dies können "normale" Texte, Maße, Beschriftungen und Stücklisten sein. Mit SP2 ist das Zoomen und Verschieben in Konstruktionen mit vielen Texten stark beschleunigt worden und zwar je nach Konstruktion um einen Faktor von 4-20, so dass die Bearbeitung hier deutlich flüssiger erfolgt.
    • Schnittansichten
      In Konstruktionen mit mehr als 25.000 Teilen werden Schnittansichten ab SP2 deutlich schneller aktualisiert und zwar um bis zu Faktor 3.
    • Referenzierung von Baugruppen
      Die Performance beim Referenzieren von Baugruppen ist durch interne Optimierungen gesteigert worden.
    • Auflösen der Referenzierung von Teilen/Baugruppen
      Die Auflösung der Referenzierung von Teilen und Baugruppen ist beschleunigt worden. Im Test wurden je nach Baugruppe Performancesteigerungen zwischen Faktor 2 und 4 gemessen.
    • Aktualisierung des ICN
      Die Aktualisierung der ICN-Anzeigen bei Änderungen der Konstruktion ist durch interne Optimierungen beschleunigt worden.
    • Einfügen referenzierter Baugruppen über das Clipboard
      Die Wartezeit beim Einfügen von referenzierten Baugruppen über das Clipboard ist mit SP2 reduziert worden - insbesondere in großen Konstruktionen mit vielen referenzierten Teilen. In Testbeispielen konnte eine Beschleunigung  um den Faktor 60 erreicht werden.
  • ICN – Erweiterungen
    • Anzeige von Benutzerspalten
      Für die 3D-Teilestruktur wird ab HiCAD 2019 SP2 die ICN-Anzeige von bis zu drei Benutzerspalten unterstützt. Welche Attribute in den drei Benutzerspalten angezeigt werden, lässt sich individuell einstellen.
    • Kennzeichnung nicht aktueller Positionsnummern
      In den Einstellungen des 3D-ICN lässt sich jetzt auch festlegen, wie ungültige, d.h. nicht aktuelle, Positionsnummern gekennzeichnet werden sollen - mit einem Sternchen * oder durch eine farbliche Darstellung.
    • Tooltipp mit 3D-Teilestruktur
      Wird in der 3D-Teilestruktur des ICN mit dem Cursor auf ein Teilesymbol gezeigt, wird jetzt ein Tooltipp mit der zugehörigen übergeordneten Struktur angezeigt. Dies kann gerade in großen Konstruktionen mit vielen Teilen hilfreich sein.
    • Doppelklick aktiviert Teileattribute
      Durch einen Doppelklick der linken Maustaste auf einen Teilenamen im ICN lässt sich jetzt das Dialogfenster Teileattribute öffnen.
  • Positionierung
    • Baugruppenweise Positionierung
      Mit SP2 unterstützt HiCAD nun auch in der neuen Standard-Positionierung die baugruppenweise Positionierung.
    • Berücksichtigung der Bearbeitungsrichtung von Stahlbaublechen
      Seit HiCAD 2019 SP1 kann als Unterscheidungskriterium für die Gleichteilsuche auch die Bearbeitungsrichtung gewählt werden. Bisher war dies nur für Blechlaschen möglich. Ab SP2 werden auch Stahlbaubleche unterstützt.
    • Zeitpunkt der Aktualisierung von Positionstexten
      Bisher wurden Positionstexte bei jeder Änderung der Konstruktion aktualisiert. In großen Konstruktionen kann dies zu Performanceeinbußen führen, insbesondere, wenn in den Positionstexten Attribute aus übergeordneten Baugruppen verwendet werden. Aus diesem Grund lässt sich ab SP2 der Zeitpunkt der Aktualisierung von Positionstexten festlegen.
  • Zeichnungsableitung
    • Geänderte Stahlbaukonfiguration
      Die HiCAD Parameterkonfiguration für den Stahl-/Metallbau ist geändert worden. Ziel war es, die Werkstattzeichnungen im Stahlbau übersichtlicher zu gestalten.
    • Bemaßung von Kantblechen in Schnittansichten
      Beim Bemaßen der Laschenlänge eines Kantblechs in der Schnittansicht wird folgender Fußpunkt bemaßt: bei einem Ausgangswinkel <=90 Grad der theoretische Schnittpunkt der Laschenkanten und bei einem Winkel > 90 der Tangentialpunkt an der Biegezonenkante.
    • Verbesserte Anordnung der Beschriftung von Normbearbeitungen
      Bei der automatischen Platzierung der Beschriftungen von Normbearbeitungen, z.B. Bohrungen, trat häufig der Fall auf, dass die Hinweislinie unnötiger Weise quer durch das Bohrbild verlief. Dieses Verhalten ist mit SP2 geändert worden. Hier gehen die Hinweislinien von Normbearbeitungen jetzt immer zur nächstgelegenen Normbearbeitung. Darüber hinaus lassen sich die Beschriftungen jetzt auch auf dem Teil platzieren und nicht wie bisher nur außerhalb. Dies gilt sowohl für Fertigungs- als auch Montagezeichnungen.
  • Neue Icons für HiCAD-Dateiformate
    Ab SP2 stehen neue Icons für die verschiedenen HiCAD-Dateiformate zur Verfügung. Diese Icons werden im Windows-Explorer und damit auch in den HELiOS-Ergebnislisten berücksichtigt.
  • Supportanfrage
    Neu im Menü Hilfethemen und Informationen  ist die Funktion Neue Supportanfrage. Diese Funktion können Sie nutzen, um direkt aus HiCAD heraus eine Anfrage an unseren Support zu senden. Melden Sie nach dem Aufruf der Funktion einfach mit Ihren Zugangsdaten für my-ISD an. Anschließend befinden Sie sich automatisch im Supportportal der ISD. Füllen Sie einfach das Formular aus, hängen Sie ggf. Dateien an und klicken Sie dann auf Anfrage erstellen. Kunden in Deutschland steht das neue ISD-Supportportal ab 1. Oktober 2019 zur Verfügung. Für die Kunden in anderen Ländern ist die Einführung für Anfang Januar 2020 geplant.
  • Normteilerweiterungen
    • Erweiterungen der BRUCHA-Paneele für die Element-/Profilverlegung
    • Eternit Verlegelemente
    • Eternit Verbindungselemente, Eternit-Hülsen sowie Tergo / Tergo+ Hinterschnittanker bzw. -dübel.
    • Eternit Tergo / Tergo + Hinterschnittbohrungen
Schnittstellen
  • IFC Import/Export - jetzt auch gepackt
    Ab SP2 unterstützt HiCAD 2019 auch den Import und Export gepackter IFC-Dateien (Dateiformat .IFCZIP).
  • IFC Import/Export - Koordinatensystem berücksichtigen
    IFC-Daten liegen oft weit entfernt vom Nullpunkt des Koordinatensystems. HiCAD und andere CAD-Systeme benötigen jedoch Nullpunkt-nahe Koordinaten. Die dafür notwendige Koordinatentransformation lässt sich jetzt sowohl beim Import als auch beim Export berücksichtigen.
  • IFC Import/Export - Report anzeigen
    Sowohl beim Import als auch beim Export von IFC-Dateien ist es jetzt möglich, einen Report mit ggf. aufgetretenen Fehlern, Warnungen und weiteren Informationen anzuzeigen.
  • SketchUp - deutlich mehr Performance
    Der Export von HiCAD Konstruktionen in das SketchUp-Format (.skp) ist mit SP2 erheblich beschleunigt werden. In Testbeispielen konnte die Zeit für den Export von zuvor mehreren Stunden auf unter eine Minute gesenkt werden.
  • DSTV-NC - Export im CAM-Format
    Für den Export von DSTV-NC-Daten in das CAM-Format steht zur Zeit eine API-basierte Lösung unter Nutzung der bestehenden DSTV-NC-Schnittstelle zur Verfügung. Diese Lösung basiert momentan nur auf einem Script und ist noch nicht allgemein verfügbar. Nach erfolgreicher Erprobungsphase soll der CAM-Export in den Standard aufgenommen werden. Falls Sie vorab Interesse an dem Script haben, wenden Sie sich bitte an unser Consulting.
3D-Bearbeitung und -Modellierung
  • Ansichten
    • Bearbeitungsebenen in verkürzen Ansichtem
      In verkürzten Ansichten von Werkstattzeichnungen lassen sich Bearbeitungsebenen jetzt ein-/ausblenden.
    • Explosionsdarstellung - Gruppieren von Transformationen
      Über das Andockfenster für Explosionen ist jetzt möglich, mehrere aufeinanderfolgende Transformationen zu einer Gruppe zusammenzufassen, beispielsweise um bei komplexen Explosionen übersichtlichere Explosionsprotokolle zu erhalten.
  • Bemaßung / Beschriftung
    • Platzierung von Maßen bei Änderung der Geometrie
      Wird die Geometrie eines bereits bemaßten Teils geändert, dann wird das Maß ab SP2 so platziert, dass die Länge der kürzesten Maßlinie nach der Änderung der Länge der kürzesten Maßhilfslinie im Ausgangszustand entspricht.
    • Automatische Teilebeschriftung - Behandlung vedeckter Teile
      Ab SP2 lässt sich hier festlegen, wie verdeckte Teile in der aktiven Ansicht behandelt werden sollen. Dies wird beispielsweise im Stahlbau, insbesondere bei Hallen oder Tragwerken, benötigt.
  • Referenzierung
    • Einbau-Koordinatensysteme
      3D-Teilen wird bei der Referenzierung automatisch ein Einbau-Koordinatensystem zugewiesen und in das Feature-Protokoll eingetragen. Das gilt sowohl für die interne als auch die externe Referenzierung. Bisher wurden zum Zeitpunkt der Referenzierung vorhandene Einbau-Koordinatensysteme gelöscht. Ab SP2 hat sich dieses Verhalten geändert. Ist zum Zeitpunkt der Referenzierung bereits ein Einbau-Koordinatensystem vorhanden, dann haben Sie die Möglichkeit, das bisherige Einbau-Koordinatensystem beizubehalten oder durch das aktive Koordinatensystem zu ersetzen.
    • Auflösen der Referenzierung von Teilen/Baugruppen
      Die Auflösung der Referenzierung von Teilen und Baugruppen ist beschleunigt worden. Im Test wurden je nach Baugruppe Performancesteigerungen zwischen Faktor 2 und 4 gemessen.
Feature und Parametrik

Feature

  • Gewichte in abhängigen Baugruppen
    Bei der Erzeugung abhängiger Baugruppen kann nun auch das Attribut Gewicht übertragen werden. In diesem Falle wird das Gewicht in den abhängigen Teilen automatisch fixiert.
  • Abhängige Baugruppen mit intern referenzierten Teilen
    Abhängige Baugruppen lassen sich auch dann erzeugen, wenn diese intern referenzierte Teile enthalten. Diese Teile werden bei der Erzeugung der abhängigen Baugruppe in abhängige Unterteile umgewandelt.
  • Ausschalten der Aktualisierung von abhängigen Baugruppen
    Die Aktualisierung von abhängigen Baugruppen kann nun temporär oder permanent ausgeschaltet werden.
  • Einbaukoordinatensysteme bei referenzierten Teilen
    3D-Teilen wird bei der Referenzierung automatisch ein Einbau-Koordinatensystem zugewiesen und in das Feature-Protokoll eingetragen. Das gilt sowohl für die interne als auch die externe Referenzierung. Bisher wurden zum Zeitpunkt der Referenzierung vorhandene Einbau-Koordinatensysteme gelöscht. Ab SP2 hat sich dieses Verhalten geändert. Ist zum Zeitpunkt der Referenzierung bereits ein Einbau-Koordinatensystem vorhanden, dann haben Sie die Möglichkeit, das bisherige Einbau-Koordinatensystem beizubehalten oder durch das aktive Koordinatensystem zu ersetzen.

Parametrik

  • Wirkung des Baugruppen-HCM auf Baugruppen
    Bislang wurden isolierte Punkte in Baugruppen als beweglich behandelt und der HCM versuchte, die HCM-Baugruppe, die das HCM-Modell enthält, zu bewegen, sobald solche Punkte in Bedingungen auftauchen. Dieses Verhalten wurde nun geändert: Die Geometrie von Teilen, insbesondere auch isolierte Punkte einer Baugruppe, werden von einem am enthaltenen Teil vorhandenen HCM-Modell als fixiert behandelt. Bedingungen zwischen diesen Geometrien und dem Teilekoordinatensystem des enthaltenen Teils können nicht mehr gesetzt werden. Bereits bestehende Bedingungen bleiben natürlich erhalten. Es dürfen aber weiterhin Bedingungen zwischen der Geometrie des Teils und seinen Nebenteilen gesetzt werden, wodurch die Lage der Nebenteile bestimmt werden kann.
  • Skizzen-HCM: Konfigurierbare Verwendung von Fremdbezügen
    Im Skizzen-HCM beachten HCM-Bedingungen nun, ob die Verwendung von Fremdbezügen aktiviert oder deaktiviert ist. Ein Fremdbezug besteht genau dann, wenn sich eine HCM-Bedingung auf ein Teil bezieht, das nicht Teil dieser Skizze ist.
  • Neugestaltete Anzeige von HCM-Bedingungen im ICN
    Die Anzeige von HCM-Bedingungen von Skizzen und 3D-Baugruppen im ICN wurde überarbeitet und präsentiert sich nun in einem modernen, mehrspaltigen Design. Zudem ist es nun möglich, Filter wie "nur deaktivierte Bedingungen" oder "nur Bedingungen mit externen Verweisen" zu verwenden. Neu ist auch die Funktion Zoom auf Bedingung zur Verfügung.
  • Platzierung von HCM-Maßen bei Änderung der Geometrie
    Bisher wurden HCM-Maße in Skizzen bezogen auf ihren ersten Fußpunkt platziert. Bei Änderung der Geometrie wurde das Maß so neu platziert, dass die Länge der Maßhilfslinie des ersten Fußpunktes wieder so wie im ungeänderten Zustand war. Dies führte in vielen Fällen zu unschönen Ergebnissen. Ab SP2 hat sich diese Platzierungslogik daher geändert: Die Länge der kürzesten Maßhilfslinie nach der Änderung soll der Länge der kürzesten Maßhilfslinie vor der Änderung entsprechen.
  • Änderung von HCM-Bedingungen bei geöffneten Dialogfenstern
    HCM-Bedingungen lassen sich auch dann direkt in der Konstruktion ändern, wenn ein Dialogfenster geöffnet ist. Dies betrifft zum Beispiel die Funktionen Translationsteil aus Skizze, Rotationsteil aus Skizze, Kantenzugsweep Neu, Ausnehmen aus Skizze oder Anfügen aus Skizze.
  • Automatische Vergabe von HCM-Bedingungen für isolierte Punkte in Skizzen
    Ist die HCM-Einstellung Bedingungen eintragen aktiviert, werden beim Erzeugen eines isolierten Punktes in einer ebenen oder 3D-Skizze automatisch Lagebedingungen erzeugt.
  • Performanceverbesserungen
    • Die Durchführung einer Neuberechnung in Konstruktionen, die Bauteile aus älteren HiCAD-Versionen enthalten, wurde beschleunigt. In Testfällen konnte eine Beschleunigung um über 30% beobachtet werden.
    • Änderungen an Skizzen mit vielen HCM-Bedingungen, wie dem Zeichnen weiterer Linien , dem Draggen, aber auch dem Laden einer Konstruktion mit aktivierter Skizze sowie der Wechsel zwischen Konstruktionen wurden ebenfalls optimiert.
Blechbearbeitung
  • Übertragung der ABWPAR.DAT und ABWCOL.DAT in das Konfigurationsmanagement
    Die Einstellungen aus den Dateien ABWPAR.DAT und ABWCOL.DAT sind jetzt in das Konfigurationsmanagement (ISDConfigEditor.exe) integriert worden.
  • Designvariante Blechecke
    Die beiden Designvarianten Blechecke mit Versteifung und Blechecke mit Puzzle wurden optimiert und zusammengefasst. Dadurch kann jetzt auch eine Blechecke ohne Steife eingebaut werden.
    • Blechecke mit Versteifung
      Mit dieser Designvariante erzeugen Sie eine Ecke mit oder ohne Versteifung zwischen zwei Blechlaschen.
    • Blechecke mit Puzzle
      Mit dieser Designvariante erzeugen Sie eine Ecke mit Puzzleteil zwischen zwei Blechlaschen.
  • Umkanten mit Fräskantzonen
    Verbundbleche, wie z.B. ALUCOBOND, werden mittels Fräskanttechnik verformt. Die entstehenden Biegezonen weichen von den zylindrischen Biegezonen geometrisch ab. Deshalb bietet HiCAD nun auch für die Funktion Lasche umkanten die Möglichkeit, neben Biegezonen auch Fräskantzonen und Fräswerkzeuge auszuwählen.
  • Fräsgerechte Biegezonenenden
    Einige CAM-Systeme (z.B. CobusNCAD) unterstützen keine Bögen an Biegezonenenden. Um fräsgerechte Biegezonen zu erzeugen können Sie jetzt mit der Funktion Ecke trimmen auch Übergänge mit ein, zwei oder drei Fräskantzonen in Ihrer Blechkonstruktion trimmen. Es entstehen dadurch 2 Geraden als Verlängerung der Laschenkanten, die sich in der Fräskantzone treffen. (Die ALUCOBOND SZ 20 Kassetten wurden mit der neuen Funktion bearbeitet und haben jetzt fräsgerechte Biegezonenenden.)
  • Ecke/Gehrung
    Bei Verbundblechen (z.B. ALUCOBOND) ist es oft notwendig, die Kanten so zu bearbeiten, dass es zu einer Fräskante kommt. Deshalb gibt es jetzt bei der Funktion Eckbearbeitung/Gehrung innerhalb eines Bleches oder zwischen verschiedenen Blechen die Möglichkeit, die Laschen nachzubearbeiten.
  • Kantblech aus Kreisbogen
    Wird mit der Funktion Neues Blech entlang Skizze ein Blech erzeugt, das nur aus einem Kreisbogen besteht, so muss immer an einem Ende des Kreisbogens ein kurzes, tangential anschließendes, Geradenstück ergänzt werden. Zur Vereinfachung wird dieses Stück als Lasche (doppelte Toleranz, d.h. 0.002 mm) nun von HiCAD automatisch am Anfang des Kreisbogens ergänzt.
  • Erweiterungen für die Abwicklung - Sichtbarkeit des Richtungspfeils beim Zuschnitt der Alucobond-Kassetten
    Bisher war das Richtungssymbol für die Bearbeitungsrichtung, wenn es sich auf der Rückseite der Blechabwicklung befand, beim Export als DXF nicht sichtbar. Bei den Kassetten einer Fassade (z.B. Alucobond-Kassetten) liegt das Richtungssymbol meist auf der Vorderseite der Kassette. Die Abwicklung erfolgt dann von der Rückseite, um die Fräskanten darzustellen. Auch hier wäre das Richtungssymbol beim Export nicht sichtbar. Deshalb lässt sich ab SP2 die Darstellung des Richtungssymbols - bei der Erzeugung der Blechabwicklung und der Voreinstellung - auswählen.
  • Eternit
    HiCAD unterstützt ab SP2 auch die Verlegung von Eternitplatten sowie den Einbau von Eternit Tergo / Tergo + Hinterschnittbohrungen
  • Werkstattzeichnung - Bemaßung von Kantblechen in Schnittansichten
    Bei der Laschenlänge eines Kantblechs in der Schnittansicht wird folgender Fußpunkt bemaßt: bei einem Ausgangswinkel <= 90 Grad der theoretische Schnittpunkt der Laschenkanten und bei einem Winkel > 90 der Tangentialpunkt an der Biegezonenkante.
Stahlbau / Verwaltung+BIM

Stahlbau

  • Geänderte Parameterkonfiguration
    Die HiCAD Parameterkonfiguration für den Stahl-/Metallbau ist geändert worden, um die Werkstattzeichnungen im Stahlbau übersichtlicher zu gestalten.
  • Neue Parameter für das Schnittschema in Stücklisten
    Im Konfigurationsmanagement stehen weitere Parameter für das Schnittschema in Stücklisten zur Verfügung. Zum Beispiel lässt sich jetzt wählen, auf welchen Schenkel sich die im Schnittschema angegebenen Winkel beziehen – den Querschnitt oder die die Profilachse.
  • Fußplatte + Ankerplatte (2101)
    Bei der Designvariante Fußplatte + Ankerplatte lässt sich der Schweißnahttyp für die Aufschweißplatte wählen.
  • Kreuzverband (2601)
    Der bisherige Kreuzverband (1601) ist - analog zum Kreuzverband (2602) - einem Redesign unterzogen und durch den neuen Kreuzverband (2601) ersetzt worden. Mit dieser Designvariante lässt sich als Aussteifung ein Kreuzverband zwischen zwei, drei oder vier Profilen oder Blechen einbauen. Bei der Verbindung von Profilen ist es auch möglich, den Kreuzverband an am Profil bereits vorhandenen Blechen zu befestigen. Dies kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn Sie zwischen 2 Profilen zwei Kreuzverbände einbauen wollen und der zweite Kreuzverband an den Knotenblechen des ersten Kreuzverbandes befestigt werden soll. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, einen Kreuzverband zwischen Blechen (ohne Profilzugehörigkeit) einzubauen.
  • Kreuzverband (2602)
    Als Anschlussbleche ließen sich bisher nur Bleche auswählen. Ab HiCAD 2019 SP2 ist es auch möglich, Verbindungen an Flach- und Breitstahl zu generieren.
  • Druckrohranschluss
    • Analog zum Kreuzverband ist es ab SP2 auch beim Druckrohranschluss möglich, am Profil bereits vorhandene Bleche als Knotenbleche zu verwenden oder einen Druckrohranschluss zwischen zwei vorhandenen Blechen (ohne Profilzugehörigkeit) zu erzeugen.
    • Analog zum Kreuzverband ist die Auswahlbox für Anschlussbleche erweitert worden, d.h. auch hier lassen sich Verbindungen an Flach- und Breitstahl generieren.
    • Der Einbau von Knotenblechen kann jetzt auch deaktiviert werden, wenn das Druckrohr direkt an den Flansch angeschlossen werden soll.
    • Die senkrechte Ausrichtung der Knotenbleche zum Profil ist auch dann möglich, wenn die Profile versetzt zueinander liegen.
  • Teilen von Handläufen
    Handläufe können ab SP2 auch geteilt werden, z.B. um bei langen Geländern Einschieblinge oder Flachstahlstöße einzubauen. Die Aufteilungen können entweder durch Angabe des Abstandes vom Segmentanfang oder durch Bestimmung eines Teilungspunktes definiert werden.
  • Gebogene Geländer
    Ab SP2 lassen sich mit HiCAD auch gebogene Geländer in einer Ebene erzeugen. Dies gilt für sowohl für Geländer entlang von Profilen als auch für Geländer entlang eines Kantenzuges. Allerdings ist dies nur möglich für gebogene Profile oder gebogene Linien einer Skizze. Entlang eines Kantenzuges verlegte gebogene Profile werden zur Zeit nicht unterstützt.
  • Glaseinbau
    Die bisherigen Funktionen Glas und Glas aus Skizze sind zur neuen Funktion Verbundglas zusammengefasst worden, mit der sich sowohl Glasscheiben in Glasfelder und Glasprofile verlegen als auch Gläser aus Skizzen erzeugen lassen.
  • Verschachtelte skizzenbasierte Baureihenprofile
    Selbst erzeugte skizzenbasierte Baureihenprofile dürfen nun, wenn sie aus mehreren Teilen bestehen, beliebig in Baugruppen und Leerteilen verschachtelt sein (Ausnahme: CUTOUT, CONTOUR und GLASS).

Verwaltung + BIM

  • Projektabhängigkeit entfernen
    Ab SP2 lässt sich die Projektabhängigkeit von  Baugruppen entfernen. Auf diese Weise wird die Baugruppe zu einem Wiederverwendungsteil, d.h. sie behält ihren Artikelstamm auch dann, wenn sie in andere Projekte eingefügt wird.
  • Prüfung und Freigabe von Fertigungszeichnungen
    Die Prüfung und Freigabe kann ab HiCAD 2019 SP2 auch direkt in der Fertigungszeichnung erfolgen. Bisher waren diese Funktionen bei aktiver Fertigungszeichnung gesperrt.
  • Artikelattribute bei mehreren Teilen
    Analog zu Einzelteilzeichnungen haben Sie jetzt auch bei Zeichnungen mit mehreren Teilen die Möglichkeit, Artikelattribute der Einzelteile auf die Dokumentattribute der Zeichnung zu übertragen.
  • Nachbearbeitung von Zeichnungen
    Beim Speichern von Zeichnungen kann zur automatischen Nachbearbeitung der Zeichnungen ein individuelles Script ausgeführt werden. Im Lieferumfang von HiCAD sind verschiedene Scripte vordefiniert. Diese Musterscripte können um beliebige Befehle der API erweitert werden. Beispielsweise wäre es so möglich, in alle Einzelteilzeichnungen ein Bitmap mit einem entsprechenden Barcode einzufügen.
Element-/Profilverlegung

Elementverlegung

  • Dialogeditor für kundenspezifische Verlegeelemente
    HiCAD bietet die Möglichkeit, kundenspezifische Verlegeelemente für Fassaden (Elementverlegung und Unterkonstruktionen) zu erstellen. Der Dialog, der bei Auswahl dieser kundenspezifischen Verlegeelemente angezeigt wird, lässt sich ebenfalls individuell gestalten. Ausgenommen von der individuellen Gestaltung
  • Montagezeichnungen zu Unterkonstruktionen
    Ab SP2 ist möglich, automatisch Montagezeichnungen zu Unterkonstruktionen ableiten zu lassen.
  • Verbindung ALUCOBOND genietet mit Unterkonstruktion
    Bei den sichtbar genieteten ALUCOBOND-Kassetten werden die Bohrungen und Nieten bei Verbindung der Verlegung mit einer Unterkonstruktion nun an die Unterkonstruktion angepasst.
  • Verkürzung von Unterkonstruktionen
    Beim Einbau einer Unterkonstruktion kann nun für jedes Linienelement separat eine Verkürzung für den Anfang und das Ende des Profils definiert werden.
  • Erzeugung von Wandhaltern
    Mit der neuen Funktion Wandhalter lassen sich automatisch Wandhalter für eine Unterkonstruktion erzeugen. Diese können nicht nur an der Wandfläche, sondern bei Einbau einer Attika auch auf der Dachfläche erzeugt werden.
    Eigene Wandhalter lassen sich einfach erzeugen und dann im Katalog speichern, um im Anschluss automatisch verbaut werden zu können. Diese können einfach aus Wandkonsolen aus dem Katalog erzeugt werden, wie zum Beispiel aus den neuen Hilti-Konsolen für hinterlüftete Fassaden. Für die horizontale Positionierung der Wandhalter zu den Profilen wurde die neue Funktion Wandhalter-Nutzung hinzugefügt, mit der sich festlegen lässt, welchen Abstand die Wandhalter zur Profilachse haben sollen.
  • Eternit® Verlegelemente
    Bei der Elementverlegung und bei der Unterkonstruktion unterstützt HiCAD ab SP2 auch die Verlegung von Eternitplatten. Da EQUITONE Tergo-Elemente nach statischen Vorgaben befestigt werden müssen, wurde die neue Funktion Unterkonstruktion Skizzenerzeugung eingeführt, die automatisch eine Skizze als Basis für eine Unterkonstruktion zu einer Tergo-Elementverlegung erzeugt.
  • Unterkonstruktion ALUCOBOND® - Verstärkungswinkel für die hintere Attika-Lasche
    Sowohl bei der Unterkonstruktion ALUCOBOND eingehängt als auch ALUCOBOND SZ 20 kann nun automatisch ein Verstärkungswinkel an der hinteren Attika-Lasche erzeugt und vernietet werden.
  • Erweiterungen für genietete ALUCOBOND® Kassetten
    • Genietete ALUCOBOND Kassetten lassen sich ab SP2 auf beliebigen viereckigen und auf polygonförmigen Skizzenbereichen verlegen.
    • Der Durchmesser der Festpunktbohrungen lässt sich ebenso festlegen wie der Eckabstand der Nietbohrungen.
    • Bei den sichtbar genieteten ALUCOBOND-Kassetten entstehen die Bearbeitungen an den Kassetten durch die Verbindung zur Unterkonstruktion. Diese Bearbeitungen änderbar und lassen sich ab SP2 auch dann einstellen, wenn für die Elementverlegung keine Unterkonstruktion benutzt wird.
  • Erweiterungen für ALUCOBOND® Kassetten SZ20
    • ALUCOBOND SZ 20 Kassetten lassen sich auch auf dreieckigen Skizzenbereichen verlegen.
    • Es werden jetzt fräsgerechte Biegezonenenden erzeugt - gemäß der neuen Funktion Ecke trimmen in der Blechbearbeitung.
    • Die Kassettentiefe lässt sich festlegen.
  • Erweiterungen für eingehängte ALUCOBOND® Kassetten
    Bei eingehängten ALUCOBOND Kassetten lässt sich ab SP2 die Höhe und Breite der Agraffen einstellen.
  • Luftspalt für Verlegeelemente voreinstellen
    Der Luftspalt für Verlegeelemente lässt sich in der entsprechenden Katalogtabelle voreinstellen. Bei Auswahl des entsprechenden Verlegelementes in der Elementverlegung wird der Luftspalt dann auf diesen Wert gesetzt.

Profilverlegung

  • Randprofile
    Auf den Rändern einer Profilverlegung können nun Randprofile verlegt werden, um z.B. einen Abschluss der Profilverlegung zu bilden. Hierzu wurde der Dialog Profilverlegung um den Tab Randprofile erweitert.
  • Visualisierung für Biegesteifer Stoß
    Wenn Sie für einen Querstoß den Typ Biegesteifer Stoß verwenden, werden nun die gewählte Richtung sowie die gewählten Abstände durch einen Pfeil und Schnittlinien direkt in der Grafik visualisiert.
  • Weitere BRUCHA-Paneele
    Die mitgelieferten Kataloge wurden um zahlreiche weitere Paneele der Firma BRUCHA in verschiedenen Größen ergänzt.
  • Versandpositionsnummern im ICN
    Durch die Konfigurierbarkeit benutzerdefinierter Spalten im ICN ist es nun möglich, die Versandpositionsnummern direkt im ICN anzeigen zu lassen.
Rohrleitungsplanung / R&I

Rohrleitungsplanung und -isometrie

  • Ignorieren der Rohrklasse
    Beim Einbau von Bauteilen ist es jetzt möglich, die Rohrklasse temporär zu ignorieren.
  • Dynamische Verlaufsänderung
    • Verbesserte Längenkontrolle
      Abschnitte, deren Längen durch den neuen Verlauf verändert werden, werden ab SP2 gestrichelt dargestellt. Zusätzlich können weitere Informationen eingeblendet werden.
    • Raster verwenden
      Die dynamische Verlaufsänderung unterstützt als Hilfsmittel die Verwendung eines Rasters. Dies ist beispielsweise dann hilfreich, wenn Sie den Anschlusspunkt eines Rohres in Anschlussrichtung um einen definierten Betrag verschieben wollen, die Anschlussrichtung aber nicht entlang einer der Achsen des gerade aktiven Koordinatensystems verläuft. Das Raster wird durch gepunktete Hilfslinien dargestellt, auf denen die aktuelle Rasterweite durch kleine Kugeln visualisiert wird. Zusätzlich lässt sich der Abstand zum Startpunkt entlang der Rasterachsen an die Hilfslinien schreiben. Dies ist insbesondere dann nützlich, wenn die Längenänderung entlang einer Rasterachse verläuft.
  • Kollisionsprüfung
    Die neue Funktion prüft, ob eine Rohrleitung mit anderen Objekten der Konstruktion kollidiert.
  • Redesign der automatisch Belegung von Leitkantenzügen
    • Detaildarstellung für mehr Übersicht
      Ab HiCAD 2019 SP2 wird ein zweites Fenster mit einer vergrößerten Detaildarstellung der aktuellen Einbausituation angezeigt. Das heißt, während der automatischen Belegung ist der Konstruktionsbereich zweigeteilt. Links wird eine Übersicht der gesamten Rohrleitung angezeigt, rechts die vergrößerte Darstellung der konkreten Einbausituation. In beiden Darstellungen wird zusätzlich ein Pfeil eingeblendet, der auf die aktuelle Einbausituation zeigt. Die Richtung des Pfeils in der Übersicht entspricht der Blickrichtung in der Detaildarstellung.
    • Belegen eines Rohrleitungsverbundes
      Mehrere aneinander anschließende Rohrleitungen lassen sich als Rohrleitungsverbund betrachten und in einem Schritt belegen.
    • Reduzierungen an Leitkantenzugübergängen
      Das automatische Belegen unterstützt auch Reduzierungen an Leitkantenzug-Übergängen. Die Funktion setzt dann Reduzierungen an Stellen, an denen sich ein Übergang zwischen Leitkanten unterschiedlicher Nennweite befindet. Eine solche Reduzierung wird so platziert, dass sie mittig auf dem Übergang zu liegen kommt.
    • Kappen an freien Enden
      Auf freie Leitkantenzugenden lassen sich - alternativ zu Flanschen - automatisch Kappen setzen. Ein Leitkantenzugende ist dann frei, wenn sich auf der Kante am Endpunkt kein Bauteil befindet und wenn der Endpunkt nicht auf dem Anschluss eines Bauteils liegt, das nicht zu der aktiven Rohrleitung gehört.

R&I

  • Schichten beim Druck automatisch verstecken
    Ab SP2 ist es möglich, schichtbezogene Druckeinstellungen im R+I über das Konfigurationsmanagement vorzunehmen.
  • Konfigurierbare Breite der Verbindungsunterbrechung
    Die Breite von Verbindungsunterbrechungen lässt sich ab SP2 konfigurieren.
  • Klick-Widerstand beim Anlegen einer neuen Rohrleitung
    Beim Anlegen einer neuen Rohrleitung hat sich folgendes geändert:
    • Es erscheint keine Meldung mehr, wenn eine neue Rohrleitung angelegt wird.
    • Der Ort des Einfügens eines Rohrleitungssymbols ist automatisiert.
    • Die Flussrichtung wird vom Start zum Ziel gesetzt.
    • Es besteht die Möglichkeit, Rohrleitungsnummern automatisch generieren zu lassen.

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