HiCAD 2018 Service Pack 2

Das zweite Service Pack zu HiCAD 2018 ist jetzt verfügbar. Ein Schwerpunkt der Weiterentwicklung war der Ausbau der neuen Funktionalität für Explosionsansichten. So lassen sich jetzt Explosionen als Film speichern, Montagespuren löschen und bearbeiten sowie Explosionsansichten wieder in "normale" Ansichten umwandeln. Hervorzuheben ist, dass  alle zulässigen Funktionen für Explosionsansichten jetzt zentral in einer eigenen Ribbon-Leiste zusammengefasst sind. Auch die ALUCOBOND®-Verlegeelemente sind nochmals deutlich erweitert worden, z.B. ALUCOBOND® SZ 20 Kassetten mit doppelter Umkantung anstelle von Aussteifungsprofilen oder frei definierbarem Abkantungswinkels bei der Anschlussart ATTIKA, Verlegung von geklebten ALUCOBOND® Kassetten auf beliebigen viereckigen oder polygonförmigen Skizzenbereichen, Erweiterung der eingehängten ALUCOBOND®-Kassetten um verschiedene Ausprägungen wie Eckbleche mit oder ohne Agraffe u.v.m.

Weitere Highlights sind automatischen Verbindung von Elementverlegung und Unterkonstruktion, der neue Druckrohranschluss im Stahlbau, die vereinfachten Dialoge für die Verlaufsänderung von Rohrleitungen im Anlagenbau, die Erstellung von Isometriezeichnung und Rohrplan für einen Rohrleitungsverbund, die neue Blechecke mit Nietverbindung und Versteifung sowie zahlreiche andere Erweiterungen/Neuentwicklungen.

Die Highlights im Überblick:
(einfach aufklappen)

Allgemeines
  • ISD Update Service
    Der neue ISD Update Service unterstützt die automatische Suche und Installation von HiCAD Aktualisierungen (Hotfixes). Dazu wird das Programm ISDUpdateSvc.exe benötigt, das Sie entweder bei der Installation von HiCAD aktivieren oder später über die Windows-Systemsteuerung installieren können. Über dieses Programm kann der ISD Update Service aktiviert werden. Ist der ISD Update Service aktiv, dann wird geprüft, ob ein Hotfix zur Verfügung steht. Ist dies der Fall, dann lässt sich dieser Hotfix direkt installieren.
  • Neues Teileattribut: Positionsindex %PIDX
    Zusätzlich zur Positionsnummer kann nun auch ein Positionstext mit verwaltet werden, der aus freien Texten und Attributen aus verschiedenen HiCAD/HELiOS-Quellen bestehen. Das neue HiCAD-Teileattribut Positionsindex %PIDX kann verwendet werden, um im Positionstext eine eigene Hochzählung zu verwenden. Dies wird in der Praxis häufig benötigt, damit Baugruppen oder Teilen mit gleicher Positionsnummer eindeutige Informationen in der Positionsnummernfahne oder der Stückliste zugeordnet werden können.
  • Zeichnungsableitung mit Strukturstücklisten
    Ab HiCAD 2018 SP2 lassen sich bei der Zeichnungsableitung neben Mengenstücklisten nun auch Strukturstücklisten in die Zeichnung einfügen.
  • Zeichnungsableitung Schnittansichten von Kantblechen
    Der Schnitt für die Generierung der Schnittansichten erfolgt jetzt immer an der kürzesten Biegezone. Die Schnittansichten werden mit Tiefenbegrenzung erzeugt und senkrecht zu jeder Biegezone verlegt.
  • Normteilkataloge Änderungen/Erweiterungen
    • Verbesserte und neue Vorschaubilder
      Auch die Tabellen des Kataloges Bearbeitung allgemein haben jetzt neue Vorschaubilder und aussagekräftige Detailgrafiken erhalten.
    • Kantbleche mit Dicke 1.5 mm / 2.5 mm
      Die folgenden Kataloge unter Werksnormen > Kantbleche sind je Tabelle und Werkstoff um die Blechdicken 1,5 mm und 2,5 mm erweitert worden: Aluminiumblech, Edelstahlblech und Stahlblech.
    • Materialerweiterung für Bleche - X6CrNiMoTi17-12-2
      Die Tabelle Blech ist um den Werkstoff X6CrNiMoTi17-12-2(1.4571) erweitert werden.
    • Erweiterung der Tabellen für Aluminiumlegierungen / Aluminiumbleche
      Die Tabelle Aluminiumlegierungen ist um das Material EN AW-5005 H14 erweitert worden, die Tabelle Aluminiumbleche um das Material EN AW-5005 H14.
    • Neuer Katalog für Passscheiben
      Passscheiben standen bisher im Katalog Sicherungsringe zur Verfügung. Ab HiCAD 2018 SP2 ist nun für Passscheiben ein eigener Katalog vorhanden.
3D-Bearbeitung und -Modellierung
  • Performance beim Drehen
    Das Drehen von schattierten Ansichten ist deutlich schneller geworden - insbesondere bei schattierten Ansichten mit Kanten. Im Test wurden drei verschiedene Konstruktionen betrachtet - 20.000 Teile (davon einige sehr komplexe importierte Teile), 60.000 Teile und 90.000 Teile. Gegenüber HiCAD 2017 wurde auf Basis der drei Beispielkonstruktionen eine deutliche Steigerung der Framerate, d.h. der beim Drehen erzeugten Bilder, erreicht:
    • Schattierung mit Kanten : Verbesserung der Drehgeschwindigkeit um den Faktor 3.7 und
    • Schattierung ohne Kanten: 27% mehr Bilder pro Sekunde.
  • Erweiterungen für Schnitt-/Detailansichten
    • Die einzelnen Textblöcke in Ansichtsüberschriften lassen sich - analog zu Beschriftungen - mit einem Rahmen versehen. Jeder Textblock kann mit oder ohne Rahmen sowie unterstrichen dargestellt werden. Als Rahmen sind Rechtecke, Rechtecke mit Doppellinien, abgerundete Rechtecke sowie Kreise möglich.
    • In die Überschrift lassen sich nun auch Szenen-, Projekt- und Dokumentstammattribute übernehmen.
    • Schnittansichten lassen sich jetzt auch horizontal/vertikal ablegen.
  • Deutliche Erweiterung der neuen Explosionsdarstellung
    • Neue Ribbonleiste
      Alle zulässigen Funktionen für Explosionsansichten sind jetzt zentral in einer eigenen Ribbon- Leiste zusammengefasst.
    • Explosion als Film
      Analog zur Simulation lassen sich nun auch Explosionen als Film speichern.
    • Montagespuren löschen / Ändern der Darstellung von Montagespuren
    • Neues Kontextmenü im Explosionsprotokoll
      Im Andockfenster Explosion steht jetzt ein neues Kontextmenü zur Verfügung. Mit den Funktionen des Menüs lassen sich Explosionen schrittweise oder komplett berechnen, z.B. nach Änderungen am Ausgangsmodell, und Transformationen bearbeiten.
    • Löschen von Explosionsansichten
      Explosionsansichten lassen sich jetzt auch löschen,d.h. wieder in normale Ansichten umwandeln.
  • Neues Dialogfenster für Regelteile
    Das Dialogfenster Regelteile ist überarbeitet worden:
    • Die Icons sind neu designed worden.
    • Das Dialogfenster bleibt jetzt nach dem Einbau eines Teils geöffnet, so dass ohne erneuten Funktionsaufruf weitere Regelteile eingebaut werden können. 
    • Neu ist auch die Checkbox Sofort übernehmen. Ist sie aktiv, dann wird das Regelteil sofort nach der Bestimmung des Passpunktes eingebaut.
Schnittstellen
  • STEP-Export über Auswahlliste
    Die internen Strukturen beim STEP-Export der ganzen Szene und des Exports über eine Auswahlliste sind angeglichen worden. Damit werden jetzt Inkonsistenzen – wie sie in früheren Versionen vereinzelt aufgetreten sind - vermieden.
  • IFC-Import: Klassen-Filter
    Der Import von IFC-Dateien wurde um die Option Filter erweitert. Über diese Option in der Baumstruktur per Deselektion alle IFC-Klassen auswählen, die vom Import ausgenommen werden sollen.
  • DSTV-NC-Export über Spooler
    Das DSTV-NC-Format kann auch aus dem HELiOS Desktop über den HELiOS Spooler exportiert werden. Dabei werden die zum Export in HiCAD verwendeten Optionen gesetzt, die vom System zuletzt gespeichert wurden.
Blechbearbeitung
  • Textur auf Kantblechen
    Die Platzierung von Texturen auf den einzelnen Nebenteilen eines Kantbleches ist jetzt so angepasst worden, dass sich auch nach Zuweisung der Textur ein einheitliches Bild ergibt - sowohl was die Ausrichtung der Textur angeht als auch den Übergang zwischen benachbarten Nebenteilen.
  • Neue Blechecke mit Versteifung
    Mit der Funktion Blechecke erzeugen Sie zwischen zwei Blechlaschen eine Ecke mit Nietverbindung und Versteifung. Dabei können die Laschen unterschiedlich lang sein und auch der Biegewinkel kann variieren. Die Eckverbindung lässt sich bei Fräskantzonen und zylindrischen Biegezonen anwenden.
  • Beschichtung ausdehnen
    Wird ein beschichtetes Blechteil bearbeitet, so wurde die Beschichtung bisher nicht automatisch auf die weiteren Bearbeitungen (z.B. neue Laschen, Bohrungen und Eckbearbeitungen) angewandt. Jetzt ist es möglich, die Beschichtung auf die neuen bzw. bearbeiteten Elemente auszudehnen.
  • Überarbeiteter DXF-Export für Blechabwicklungen
    Der DXF-Export von Abwicklungen ist komplett überarbeitet worden. Beispielsweise lassen sich Abwicklungen jetzt wahlweise als Schnittkontur oder komplett wie in der Konstruktion dargestellt exportieren. Auch der Export mehrerer Abwicklungen in einem Arbeitsschritt wird unterstützt. Ebenfalls neu ist, dass Favoriten für den Export zur Verfügung stehen, z.B. für LVD, Bystronic oder COBUS.
  • Schweißecke für Verbundbleche
    Verbundbleche, wie z.B. ALUCOBOND, werden mittels Fräskanttechnik verformt. Deshalb ist die Funktion Schweißecke um folgende Parameter erweitert worden:
    • Modus
      bestimmt, ob die Fräsung innen oder außen erfolgen soll
    • Nutform
      legt das passende Fräswerkzeug fest
Stahl-, Metall- und Fassadenbau
  • Designvariante für den Druckrohranschluss
    Die Designvariante Druckrohranschluss ist einem Redesign unterzogen worden. Der erzeugte Anschluss besteht aus  je einem Knotenblech am Profil, dem Verbindungsrohr mit Ausklinkung und ggf. Deckplatten, je einem Anschlussblech oder einem T-Profil sowie je einer Verschraubung (optional) des Knoten- und Anschlussbleches.
  • DAST-Anschlüsse - Richtlinien für Schweißnähte
    Bei den Designvarianten Stirnplattenanschluss an Steg/Flansch (2320), Stirnplattenanschluss an Flansch (2330), Doppelseitiger Stirnplattenanschluss an Steg/Flansch (2322) oder Pfettenstoß 2 Platten mit Gehrungsschnitt gemäß DAST IH (2201) sind jetzt beim Einbau gemäß DAST auch die DAST-Richtlinien für Schweißnähte implementiert worden. Wird die Schweißnahteinstellung so geändert, dass sie nicht den DAST-Richtlinien entspricht, dann wird die DAST-Bezeichnung gekennzeichnet und eine entsprechende Meldung angezeigt.
  • Geänderte Bemaßungsregeln für Geländersegmente
    Die automatische Bemaßung für schräge Geländer ist verbessert worden. Dazu sind die Bemaßungsregeln 1006 bis 1009 für die Felder eines Geländersegmentes, d.h. den Bereich zwischen zwei Pfosten, geändert worden.
  • Erweiterungen der Alucobond Verlegeelemente
    • ALUCOBOND® SZ 20 Kassetten - Anschlussart Attika Lang
      Bei der Anschlussart Attika Lang lässt sich jetzt der Winkel der Abkantung festlegen.

    • ALUCOBOND® SZ 20 Kassetten - Innenecke / Außenecke mit Fuge
      Wird beim Horizontalschnitt als Anschluss links/rechts der Typ Innenecke oder Außenecke gekantet verwendet, dann ist es ab SP2 möglich, den Winkel für die 35 mm Lasche festzulegen.

    • ALUCOBOND® SZ 20 Kassetten - Doppelte Kantung
      Anstatt der Aussteifungsprofile für den vertikalen Rand lässt sich das Material nun auch doppelt umkanten. Dazu ist die Registerkarte Erweiterte Einstellungen entsprechend erweitert worden.

    • ALUCOBOND® SZ 20 Kassetten - Horizontalschnitt Fensteranschluss/Leibung
      Wird beim Horizontalschnitt für den Anschluss links/rechts die Option Fensteranschluss/Leibung gewählt, dann kann zusätzlich ein Winkelprofil eingebaut werden.

    • Geklebte ALUCOBOND® Kassetten
      Geklebte ALUCOBOND Kassetten lassen sich ab SP2 auf beliebigen viereckigen und auf polygonförmigen Skizzenbereichen verlegen.

    • Eingehängte ALUCOBOND® Kassetten
      Bei den eingehängten ALUCOBOND Kassetten lässt sich nun neben der Kassettentiefe auch die Kassettenhöhe frei konfigurieren. Darüber hinaus wurden die Ausprägungen erweitert. Zur Verfügung stehen jetzt Eckbleche mit Agraffe, Eckbleche ohne Agraffe und Blecheinlagen.
  • Elementverlegung / Unterkonstruktion
    Elementverlegung und Unterkonstruktion lassen sich jetzt automatisch verbinden. Die Verbindung erfolgt vollständig automatisch, ohne interaktive Möglichkeit zur weiteren Konfigurierbarkeit von einzelnen Verbindungspunkten. Eigene Varianten für die Elementverlegung oder Unterkonstruktion können über die Vergabe von Verbindungsinformationen für die Verwendung dieser Funktion vorbereitet werden. Zusätzlich stehen zwei Hilfsfunktionen zur Verfügung:

    • Die Funktion Verbindungssimulation simuliert die Durchführung einer Verbindung an einem Bauteil, das nicht in einer Elementverlegung oder Unterkonstruktion verbaut ist. Dies kann während der Erzeugung eigener Variante eine nützliche Hilfe sein.
    • Die Funktion Verbindungsgeometrien zeigt  die Verbindungskanten von Bauteilen oder Verlegungen an. Auch dies kann bei der Fehlersuche an eigenen Varianten von Nutzen sein.
Anlagenbau
  • Isometrie und Rohrplan - Zeichnung für einen Rohrleitungsverbund
    Die Funktionen Isometrie und Rohrplan erstellen Werkstattzeichnungen zu Rohrleitungen. Beide sind in der Handhabung ähnlich. Insbesondere konnten beide bis einschließlich HiCAD 2018 SP1 eine Zeichnung lediglich zu einer einzelnen Rohrleitung erstellen. Ab SP2 bietet HiCAD 2018 bei der Generierung der Isometrie und auch des Rohrplanes die Möglichkeit, mehrere Rohrleitungen zu einem Rohrleitungsverbund zusammenzufassen. Dieser wird dann bei der Erstellung der Isometriezeichnung bzw. des Rohrplanes als eine einzige Rohrleitung betrachtet. Da Sie einen solchen Rohrleitungsverbund je nach Bedarf definieren, können Sie Ihre Konstruktion flexibler in Rohrleitungen aufteilen, ohne bereits die Zeichnungserstellung im Hinterkopf haben zu müssen.
  • Rohrleitungsverlauf ändern mit neuem Dialog
    Die dynamische Verlaufsänderung wurde bisher über ein Kontextmenü gesteuert. Hier waren für die gewünschten Einstellungen meist mehrere Aufrufe des Menüs erforderlich. Dieses Kontextmenü wird ab SP2 durch einen neuen, separaten Dialog ersetzt. Dieser vereinfacht deutlich die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten.
  • Dichtung – Druckbereiche
    Bisher spielte der Nenndruck eines Flansches bei der Suche nach einer passenden Dichtung keine Rolle. Um Druckbereiche abzubilden, steht nun ab HiCAD 2018 SP2 das Attribut DRUCK_MIN zur Verfügung. Wenn jetzt eine Dichtung zu einem Flansch gesucht wird, so wird aus dem Nenndruck PN des Flansches die folgende zusätzliche Suchbedingung erzeugt: (MIN_DRUCK ist unbelegt oder MIN_DRUCK <= PN) und (DRUCK ist unbelegt oder DRUCK >= PN). Dichtungen ohne Druckangaben werden damit so behandelt, als passten diese zu jedem Nenndruck.
  • PAA-Editor - Attribute für Flanschverschraubungen
    PAA-Dateien sind Teilearchive, die im Anlagenbau für Teile verwendet werden, deren Geometrie fix ist. Solche Teile werden also nicht erst beim Einbau parametrisiert. PAA-Dateien kann man sich als vereinfachte Varianten ohne Ausprägungen vorstellen. Als solche unterstützen PAA-Dateien im Wesentlichen all das, was Sie auch von Varianten kennen. Insbesondere können Sie die Anschlüsse solcher Teile mit den im Anlagenbau üblichen Anschlusskennungen versehen. Falls Sie einer PAA-Datei die Parameter eines Flanschanschlusses (Anschlusskennung 20000) zuweisen wollten, so gab es bisher Einschränkungen bei der Verwendung der automatischen Funktionen für Flanschverschraubungen. Ab HiCAD 2018 SP2 ist es mit dem PAA-Editor möglich, die Parameter eines Flanschanschlusses (Anschlusskennung 20000) direkt in einer PAA-Datei zu hinterlegen.
  • Tempergussfittings nach EN 10242
    Der HiCAD-Normteilbestand ist um weitere Georg Fischer Tempergussfittings der Norm EN 10242 erweitert worden.

Zurück

News

HiCAD Award 2018 Gewinner

Erfahren Sie alles über die Gewinnerprojekte!

Der ISD Blog ist online!

Eine Informationsplattform zu den wichtigen und aktuellen Themen im CAD und PDM/ PLM Umfeld

HiCAD 2018 Service Pack 2

mit zahlreichen neuen Funktionen und Erweiterungen